Lisa Jopt • 25.10.2016

40.000 Theatermitarbeiter*innen treffen ihre Abgeordneten.

40.000 Theatermitarbeiter*innen treffen ihre Abgeordneten.

Dies sind Goldene Zeiten für Theater: Das Publikumsinteresse ist riesig, die Lust auf öffentliche Auseinandersetzung auch. Trotzdem geraten immer wieder Häuser finanzpolitisch in die Defensive, weil die Politiker*innen oft gar nicht wissen, was Theater alles leisten und unter welchen Bedingungen sie es tun. Das wollen wir ändern. Es geht darum, Theater als Erfahrungsräume der Demokratie und Bastionen der Zivilgesellschaft verständlich zu machen.

Lisa Jopt • 03.10.2016

Neuerscheinung

Neuerscheinung

Theater, Krise und Reform gibt einen Überblick über die aktuelle Situation der deutschen Theater, ihrer Krisen und Entwicklungsoptionen. Es beschreibt den Übergang vom hierarchisch organisierten Intendantenmodell zu einem Ensemblemodell mit einer modernisierten Unternehmenskultur und einer festen Einbindung der Ensembles in alle wichtigen Entscheidungen. Im ersten Teil wird das öffentlich finanzierte Theatersystem mit seinen chronischen Ungleichgewichten untersucht: Überproduktion, Finanzierungskrise, sinkende Legitimation und hierarchische Strukturen, mit dem Intendanten als Emblem eines veralteten Organisationsprinzips. Auf Basis von Veränderungspotentialen werden Reformen in der Leitung (Direktorium), Organisation (Matrix) und im Produktions- und Spielbetrieb entwickelt und vorgeschlagen.

Thomas Schmidt ist Professor und Direktor des Studiengangs Theater und Orchestermanagement in Frankfurt sowie Fellow am Department of Visual and Environmental Studies der Harvard University. Von 2003 bis 2011 war er geschäftsführender Direktor, bis 2013 Intendant des Deutschen Nationaltheaters Weimar. Sein Buch Theatermanagement – Eine Einführung erschien 2012.